Freier Zugang zu Futter hat auch Nachteile für Ihre Katze

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Was man füttern sollte, ist klar: eine ausgewogene Nahrung, abgestimmt auf die entsprechende Lebensphase und den Energiebedarf der Katze. Bei der besten Fütterungsmethode scheiden sich mitunter die Geister. Viele Experten sind sich allerdings einig, dass die sogenannte Ad-libitum-Fütterung, also freier Zugang zu Futter, aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt ideal ist:

  • In Haushalten mit mehreren Katzen macht es der freie Zugang zu Futter nahezu unmöglich, sicherzustellen, dass eine Katze genügend Futter erhält, wohingegen andere vielleicht davon abgehalten werden müssen, zu viel zu fressen.
  • Ein volle Futterschüssel, die den ganzen Tag frei zugänglich ist, kann in einem Haushalt mit mehreren Katzen Konkurrenzverhalten fördern oder Konflikte auslösen.
  • Eine Ad-libitum-Fütterung macht es schwierig, Änderungen im Fressverhalten zu beobachten, häufig ein Zeichen dafür, dass mit der Katze etwas nicht stimmt.
  • Steht das Futter zur freien Verfügung, frisst die Katze vielleicht mehr, als sie benötigt, was zu übermäßiger Gewichtszunahme führen kann. Zu viel Übergewicht birgt Risiken für ehebliche Gesundheitsprobleme bei Ihrer Katze, wie zum Beispiel Osteoarthrose und Diabetes mellitus.
  • Selbst bei einem kalorienreduzierten Futter oder einem speziellen Futter zur Gewichtsreduzierung können Katzen, die freien Zugang zur Futterschüssel haben, trotzdem zunehmen, wenn sie zu viel davon fressen.

Wie Sie Ihre Katze füttern, ist entscheidend für ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität

Da Katzen generell gerne kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt fressen, empfehlen viele Experten, anhand der Informationen auf der Verpackung eine Tagesration abzumessen und diese in mehrere kleine Portionen aufzuteilen. Diese Art der Portionen-Fütterung entspricht dem natürlichen Instinkt der Katze, kleine, häufige Mahlzeiten zu fressen, vermeidet aber die mit zu viel Nahrungsaufnahme einhergehenden Risiken.

Natürlich kann der freie Zugang zu Futter für einige Katzen wie zum Beispiel Seniorkatzen, erkrankte Katzen oder Kätzchen im Wachstum eine gute Wahl sein. Fragen Sie Ihren Tierarzt, welche Art der Fütterung für Ihren flauschigen Freund am besten ist.

Lesen Sie das Etikett

Katzenfutterverpackungen enthalten meist eine einfache Tabelle (oder einige kurze Sätze) mit Angaben zur Fütterungsmenge basierend auf dem Gewicht Ihrer Katze. Natürlich spielt auch die Lebensweise eine Rolle, denn bei einem entspannten Sonnenbad verbrennt die Katze weniger Kalorien als wenn sie einen Kratzbaum hochklettert. Aber die auf der Verpackung empfohlene Fütterungsmenge gemäß dem Gewicht Ihrer Katze ist ein guter Ausgangspunkt. Die Menge kann man dann bei Bedarf entsprechend anpassen oder fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Katze unbeabsichtigt an Gewicht zunimmt oder sogar abnimmt. Wenn Ihre Katze ihr Gewicht reduzieren sollte, füttern Sie nicht die Menge, die für ihr derzeitiges Gewicht empfohlen wird, sondern richten Sie sich nach ihrem Idealgewicht.

Auch für diejenigen, die gern Nass- und Trockenfutter mischen, gestaltet sich die Portionen-Fütterung ganz einfach. Auf der Verpackung der Hill’s Trockennahrung für Katzen finden Sie Informationen zur gemischten Fütterung für den optimalen Gesundheitszustand Ihrer Katze. Es ist also ganz einfach, Ihre Katze richtig zu ernähren.

Machen Sie es sich einfach

Wenn Ihre Katze bislang freien Zugang zu Futter hatte und Sie in Zukunft gern Portionen füttern möchten, ist es wichtig, die Umstellung so einfach wie möglich für Sie selbst zu gestalten. Hier sind einige Tipps, wie man das problemlos erfolgreich umsetzen kann:

  • Der richtige Portionierer. Egal ob Sie den praktischen Messbecher des Futterherstellers oder einen schicken Silberlöffel verwenden, die richtige Größe ist entscheidend. Nehmen Sie etwas, mit dem Sie die Futtermenge, die Ihre Katze benötigt, richtig abmessen können. Das erleichtert die Fütterung und man muss gar nicht erst nach Augenmaß abmessen, denn das kann je nach Familienmitglied ganz unterschiedlich ausfallen.
  • Portionen vorbereiten. Viele Besitzer finden es hilfreich, die abgemessene Tagesmenge, einschließlich Leckerlis, in einem katzensicheren Behälter aufzubewahren (individuelle Behälter für jede Katze) und pro Tag nur das zu füttern, was in dem Behälter ist. Verwenden Sie einen schicken Glasbehälter oder einen einfachen, leicht zu reinigenden Plastikbehälter – was auch immer Ihnen gefällt.
  • Nicht zu viele Leckerlis. Wenn Sie Ihrer Katze gerne Leckerlis geben, achten Sie darauf, diese bei der täglichen Kalorienmenge zu berücksichtigen, um unliebsame Überraschungen wie Übergewicht zu vermeiden. Informieren Sie sich auf dem Etikett der Leckerlis über Kalorienangaben und geeignete Mengen.

Zeitersparnis

Denken Sie, dass Ihnen die Zeit fehlt, Ihre Katze mehrmals am Tag zu füttern oder passt dies nicht in Ihren Tagesablauf? Verstecken Sie ihre Mahlzeiten, sodass sie sie später finden muss. Nutzen Sie die Zeit, in der Ihre Katze ein kleines Schläfchen macht oder ihr Frühstück frisst und verstecken Sie an unterschiedlichen Stellen, die sie häufig aufsucht und die für sie frei zugänglich sind, mehrere kleine Mahlzeiten. Zum Beispiel oben auf dem Bücherregal oder auf dem Fensterbrett. Werden Sie kreativ! Ihren Vierbeiner aktiv nach Futter suchen lassen und den Jagdinstinkt anzusprechen, ist eine Art der Fütterung, die Ihrem Tier Spaß macht. Es funktioniert aber nur mit Trockenfutter, denn Nassfutter kann verderben, wenn es zu lange im Napf liegt.

Mehrere Katzen

Eine einzelne Katze kann man füttern, indem man die Tagesration einmal am Tag in den Futternapf füllt und die Katze bedient sich nach Belieben. Bei Haushalten mit mehreren Katzen sieht das allerdings anders aus. Finden Sie für jede Katze einen ruhigen Platz außer Reich- und Sichtweite der anderen, um Futterneid und Aggressionen zu vermeiden. Beobachten Sie Ihre Katzen beim Fressen, um sicherzugehen, dass keine Vielfraße schüchterne Mitbewohner einfach beiseite schubsen, um sich eine Extraportion einzuverleiben. Und Sie können auch darauf achten, ob einzelne Katzen eventuell ein verändertes Fressverhalten zeigen. Das ist insbesondere bei Haushalten mit mehreren Katzen wichtig, da diese Veränderungen häufig eines der wenigen klar erkennbaren Anzeichen für stress- oder gesundheitsbedingte Probleme ist.

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