Der Begriff „Gastroenteritis“ bezeichnet eine Entzündung des Magens und des Darms. In der Regel ist es ziemlich offensichtlich, wenn deine Katze an Gastroenteritis leidet, denn sie erbricht möglicherweise oder hat wässrigen, weichen oder blutigen Kot. Auch wenn Durchfall schwer zu bemerken ist, wenn deine Katze für ihr Geschäft nach draußen geht, ist Erbrechen dagegen meist kaum zu übersehen. Für sie ist es genau so überraschend wie für dich.
Wie du dir vorstellen kannst, ist eine Gastroenteritis für Katzen ziemlich unangenehm, besonders wenn du selbst schon einmal eine hattest. Eine Gastroenteritis kann akut (plötzlich und kurzzeitig) oder chronisch sein, das heißt, sie dauert länger als zwei bis drei Wochen. Diese länger andauernden Fälle werden als chronische Enteropathien (CE) bezeichnet. Die häufigste Form ist die futterresponsive Enteropathie (FRE). Die chronische Enteropathie war früher als entzündliche Darmerkrankung (IBD) bekannt.
Eine akute Gastroenteritis ist nicht immer ein tierärztlicher Notfall, und einige Fälle können sich von selbst bessern, aber es gibt Zeiten, in denen Handlungsbedarf besteht. In diesem Artikel sehen wir uns die häufigsten Ursachen an und erklären, was du tun kannst, um deiner Katze zu helfen, wenn sie sich unwohl fühlt.
Hunde sind zwar das Paradebeispiel dafür, den Mülleimer zu plündern, aber auch Katzen können dem zum Opfer fallen. Viele Katzen stehlen heimlich Futter von der Arbeitsplatte oder fressen ein unglückliches Tier, das ihnen nicht gut bekommt. Diese Art von Problemen löst sich in der Regel recht schnell von selbst. Das kann auch passieren, wenn du das Futter deiner Katze kürzlich gewechselt hast, aber nicht über mehrere Tage hinweg auf das neue Futter umgestellt hast.
Katzen, die ausschließlich im Haus leben oder mit einer oder mehreren anderen Katzen zusammenleben, können unter chronischem Stress leiden. Dies ist langfristig schädlich und kann viele klinische Anzeichen verursachen, von lebensbedrohlichen Blasenblockaden und Nierenversagen bis hin zu zeitweiliger Gastroenteritis, übermäßiger Fellpflege und Haarausfall.
Diese können bei fast allen Tieren, auch bei Katzen, eine akute Gastroenteritis verursachen. Dies ist nur einer der Gründe, warum du deine Katze regelmäßig impfen lassen solltest.
Parasiten, insbesondere in großer Zahl, können für den Darm problematisch sein. Sprich mit deiner Tierarztpraxis, um sicherzustellen, dass die Parasitenkontrolle zum Lebensstil deiner Katze passt. Katzen, die jagen und ihre Beutetiere fressen, müssen beispielsweise häufiger entwurmt werden als eine reine Wohnungskatze.
Diese werden auch als unerwünschte Futterreaktionen (AFR) bezeichnet und umfassen Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten. Allergien bei Katzen haben eine immunologische Komponente und gehen in der Regel auf bestimmte Proteinquellen zurück. Die häufigsten Futterallergien bei Katzen betreffen Rind, Fisch, Huhn und Milchprodukte. Eine Unverträglichkeit kann gegenüber jedem Nährstoff oder Zusatzstoff auftreten. Du musst dich nicht allzu sehr mit den Unterschieden zwischen Allergien und Unverträglichkeiten aufhalten, da die Behandlung in beiden Fällen dieselbe ist.
Gastroenteritis kann durch andere Krankheiten wie Nierenversagen oder eine Schilddrüsenüberfunktion verursacht werden.
Bestimmte Medikamente, wie beispielsweise nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), können bei Katzen zu Magenreizungen führen. Gib Katzen NIEMALS Medikamente, die nicht für die Anwendung bei Katzen zugelassen sind.
Wenn deine Katze Magenbeschwerden hat, aber ansonsten recht munter wirkt, kannst du versuchen, sie 24 Stunden lang zu Hause zu versorgen.
Gastroenteritis bei Katzen klingt oft von selbst ab, kann unter bestimmten Umständen jedoch sehr ernst sein. Suche immer tierärztliche Hilfe auf, wenn:
Wenn deine Katze tierärztliche Hilfe benötigt, ist es sehr hilfreich, wenn du eine Probe vom Erbrochenen oder Kot deiner Katze mitnehmen kannst. Deine Tierarztpraxis kann auf Parasiten, Infektionen und Blut testen. Je nach erster klinischer Untersuchung möchte deine Tierarztpraxis möglicherweise:
Im Grunde kennst du deine Katze besser als alle anderen. Wenn du dir Sorgen machst, zögere bitte nicht, deine Tierarztpraxis anzurufen. Wir gehen immer lieber auf Nummer sicher. Und wie bei allem, was die Gesundheit betrifft, gilt: Je früher du Hilfe bekommst, desto besser.
Die häufigsten Anzeichen einer Gastroenteritis sind Erbrechen und Durchfall. Letzteres kann schwer zu erkennen sein, wenn deine Katze nach draußen geht, um Kot abzusetzen.
Ja. Genau wie bei Menschen mit Magenbeschwerden heilen viele Fälle von selbst aus. Wenn deine Katze jedoch nach 24 Stunden noch Symptome zeigt, lethargisch oder niedergeschlagen wirkt oder du Blut in ihrem Erbrochenen oder Kot siehst, solltest du schnell tierärztliche Hilfe aufsuchen.
Deine Tierarztpraxis wird eine Reihe von Untersuchungen durchführen, um die Ursache für die Magen-Darm-Beschwerden deiner Katze zu finden. Versuche nicht, zu Hause eine Diagnose zu stellen oder deine Katze zu behandeln, da sich die Diagnose dadurch verzögern könnte und deine Katze schwer krank werden könnte.
Einige Formen der Gastroenteritis bei Katzen werden durch virale oder bakterielle Infektionen verursacht, die für andere Katzen gefährlich sein können. Gehe immer lieber auf Nummer sicher und sprich mit deiner Tierarztpraxis, wenn du dir Sorgen machst. Achte stets darauf, dass die Impfungen deiner Katze auf dem neuesten Stand sind.
Überprüft von Becky Mullis, DVM, DACVIM (Ernährung), und Emma Milne, BVSc FRCVS.
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