Kleine Hunderassen: Was Sie wissen müssen

Published by
Minuten Lesezeit

Kleine Hunde sind zweifelsohne niedlich. Aber wenn Sie glauben, das sei alles, was sie zu bieten haben, irren Sie sich! Kleine und Zwerghunderassen mögen zwar winzig sein, aber sie sind dennoch Hunde, mit all den verschiedenen Eigenschaften, die man auch bei größeren Rassen finden kann, verpackt in einem winzigen Paket. Das heißt aber nicht, dass kleine Hunderassen nicht auch ihre besonderen Eigenschaften haben. Wenn Sie sich fragen, ob ein kleiner Hund das Richtige für Sie ist, lesen Sie weiter, um einige wichtige Dinge über kleine Hunde zu erfahren.

Vielfalt der kleinen Hunderassen

Ein niedlicher Yorkshire Terrier lugt hinter der Schulter einer Frau hervor

Wenn man an kleine Hunde denkt, denkt man oft automatisch an die kleinsten Hunde, die zur Toy Group des britischen Kennel Clubs gehören, wie der Yorkshire Terrier oder der Bichon Frise.

Kleine Hunde sind jedoch in fast jeder Rassegruppe zu finden. Der zierliche Dackel zum Beispiel gehört zur Hound Group des Kennel Clubs, während Rat Terrier und Jack Russell Terrier zur Terrier Group gehören.

Bei der Wahl einer kleinen Hunderasse ist es wichtig zu bedenken, dass die Merkmale der Gruppe, zu der ein Hund gehört, mehr mit seinem Temperament und seiner Persönlichkeit zu tun haben als mit seiner Größe. Während viele kleine Hunde, vor allem Zwerghunderassen, gut für das Stadtleben und das Wohnen in der Stadt geeignet sind, würden sich Dackel und bestimmte Terrier, die für die Jagd auf Schädlinge und anderes Kleinwild gezüchtet wurden, auch auf einem Bauernhof oder auf dem Land wohl fühlen, wo sie ihren Jagdinstinkt ausleben können.

Wie bei größeren Rassen gibt es auch bei kleinen Hunderassen Unterschiede im Temperament und in den körperlichen Anforderungen. Es ist wichtig, dass Sie sich über jede Rasse, die Sie adoptieren möchten, gründlich informieren und sicherstellen, dass sie gut zu Ihrer Familie und Ihrem Lebensstil passt.

Was ist das Tolle an kleinen Hunden?

Kleine Hunde bringen viele Vorteile mit sich. Wie bereits erwähnt, brauchen sie in der Regel weniger Platz, um sich wohlzufühlen und glücklich zu sein, was sie zu einer guten Wahl macht, wenn Sie in einer Wohnung oder einem kleinen Haus leben. Aber nur weil sie kleiner sind, heißt das nicht, dass sie keinen Platz brauchen, um ihre kleinen Beine zu bewegen. Wenn Sie also keinen Garten haben, in dem sie spielen können, sind ein hundefreundlicher Park oder Spazierweg in der Nähe eine gute Sache. Kleine Hunde neigen dazu, weniger zu fressen, und ihre Grundpflege kostet weniger als die einer großen Rasse. Sie verlieren weniger Fell (gemessen an der Gesamtmenge) und machen weniger (oder zumindest kleineren) Dreck als große Hunde. Außerdem sind sie an der Leine oder beim Tragen leichter zu kontrollieren. Überlegen Sie nur: Würden Sie lieber einen 10 kg leichten Hund oder einen 40 kg schweren Riesen zurückhalten, der versucht, einem Eichhörnchen hinterherzulaufen? Nach Angaben der PDSA leben kleine Hunde im Allgemeinen auch länger als ihre größeren Artgenossen.

Herausforderungen bei der Haltung eines kleinen Hundes

Trotz der Vorteile bringen kleine Hunde eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Obwohl sie in der Regel robust sind, was ihre Gesundheit angeht, sind ihre kleinen Körper empfindlicher und verletzungsanfälliger, vor allem, wenn sie fallen gelassen werden, zu grob mit ihnen gespielt wird oder wenn sie von zu hohen Möbeln fallen oder springen. Aus diesem Grund sind vor allem Zwerghunde in der Regel nicht für Haushalte mit sehr kleinen Kindern geeignet, und ältere Kinder sollten beaufsichtigt werden und lernen, wie man mit kleinen Hunden richtig umgeht. Viele kleine Hunderassen sind auch anfällig für verschiedene gesundheitliche Probleme wie eine kollabierende Luftröhre oder eine Patellaluxation, bei der sich die Kniescheibe in der falschen Position befindet, wenn das Knie gebeugt wird. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Tierarzt bzw. Ihre Tierärztin aufsuchen, wenn Ihr Haustier diese (oder andere) Krankheiten hat, da er/sie Ihnen möglicherweise spezielle Anweisungen für das weitere Vorgehen empfiehlt. Wenn Ihr Hund zum Beispiel eine kollabierte Luftröhre hat, braucht es vielleicht ein Geschirr, das quer über die Brust gelegt wird, statt einer normalen Leine und einem Halsband.

Kleine Hunde werden oft für stille Schoßhunde gehalten, die gerne kuscheln, aber in Wahrheit sind kleine Rassen oft Energiebündel, und manche brauchen mehr Bewegung als andere. Wenn Sie nicht gerne spazieren gehen und keinen großen Garten haben, in dem Ihr Hund rennen und spielen kann, sollten Sie sich nach einer Rasse umsehen, die ihren Bewegungsdrang durch Spielen im Haus stillen kann. Kleine Rassen sind oft Energiebündel. Sie können zwar nicht so lange spielen und sich bewegen wie andere Hunde, aber kurze und häufige Spielzeiten verschaffen ihnen die nötige Bewegung. 2021 wurde in einer Studie der Universität Helsinki festgestellt, dass zwei der drei aggressivsten Hunderassen kleine Rassen sind (Zwergschnauzer und Zwergpudel). Die Forscher:innen stellten fest, dass Aggressivität am stärksten mit Ängstlichkeit zusammenhängt. Aufgrund ihrer geringen Größe fühlen sich kleine Hunde verunsichert, verletzlich und neigen zu aggressivem Verhalten. Sie wiesen auch darauf hin, dass aggressives Verhalten durch mangelndes Training und übermäßige Nachsicht von Tierhalter:innen verschlimmert werden kann, die dieses Verhalten zulassen, weil es nicht bedrohlich und sogar niedlich erscheint. Die Lehre daraus ist, dass für die Erziehung eines freundlichen, gut erzogenen Hundes die richtige Sozialisierung und Gehorsamkeitsschulung für kleine Hunde genauso wichtig sind wie für große Hunde. So niedlich er auch sein mag, widerstehen Sie dem Drang, Ihren kleinen Hund wie ein Baby zu behandeln. Er mag winzig sein, aber er ist ein Hund, und er verlässt sich darauf, dass Sie ihn wie jeden anderen Hund erziehen und anleiten.

Ernährungsbedarf kleiner Hunde

Zimtfarbener Chihuahua mit schwarz-rotem Argyle-Pullover beim Fressen aus einem Napf. Obwohl kleine Hunde insgesamt weniger fressen als große Hunde, verbrauchen kleine Rassen mehr Kalorien. Dem britischen Kennel Club zufolge neigen kleine Hunde dazu, Energie schneller zu verbrauchen als größere Hunde, wobei sie natürlich viel kleinere Mägen haben. Das bedeutet, dass Ihr kleiner Hund oder Ihr Zwerghund kleinere, kalorienreichere Mahlzeiten zu sich nehmen und häufiger fressen muss als ein größerer Hund. Heranwachsende Welpen müssen sogar noch häufiger gefüttert werden, um eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) zu vermeiden, die zu Schwäche und Lethargie, Muskelzittern, Krampfanfällen und sogar zum Tod führen kann.

Sie können sicherstellen, dass Ihr kleiner Hund die richtige Menge an Kalorien erhält, indem Sie ihm ein spezielles Futter für kleine Hunderassen füttern, das mehr Kalorien enthält als Futter für größere Rassen. Aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung profitieren kleine Hunde auch von Futter mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien, die dazu beitragen können, Schäden zu verhindern, die durch eine längerfristige Belastung durch freie Radikale während ihres langen Lebens entstehen.

Kleine Hunde haben oft große Persönlichkeiten. Dadurch sind sie nicht nur besonders unterhaltsam, sondern eignen sich unter den richtigen Umständen auch hervorragend als Gefährten. Jetzt, da Sie wissen, was Sie von einem kleinen Hund erwarten können, können Sie mit einem guten Gefühl die passende kleine Hunderasse für Ihren Haushalt auswählen.

Biographie der Autorin

Jean Marie Bauhaus

Jean Marie Bauhaus

Jean Marie Bauhaus ist Haustier-Mama, Haustier-Bloggerin und Romanautorin aus Tulsa, Oklahoma, wo sie meist beim Schreiben den ganzen Schoß voller Fellbabys hat.

 

Ähnliche Artikel

Ähnliche Produkte