Übermäßiger Juckreiz bei Hunden: Mögliche Ursachen

Veröffentlicht von Dr. Emma Milne BVSc FRCVS
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Ein glücklicher Golden Retriever, der mit einem Ball im Maul durch den Garten trabt. Sein Besitzer läuft hinterher, um aufzuholen

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Zu sehen, dass Dein Hund sich ständig juckt und kratzt, ist sehr belastend. Juckreiz ist etwas, das wir alle kennen, und wir wissen, dass es einen verrückt machen kann. Auch ein Hund, der sich ständig kratzt, kann einen in den Wahnsinn treiben, vor allem, wenn er nachts mit Dir im Schlafzimmer schläft. Es gibt viele Gründe für den Juckreiz Deines Hundes. Sehen wir uns die häufigsten an und was Du tun kannst, um ihnen zu helfen.

  1. Parasiten

    Viele Menschen haben das Gefühl, dass es ein schlechtes Licht auf sie wirft, wenn ihr Hund Flöhe hat, aber es ist ein unvermeidlicher Teil des Lebens eines Hundes. Flöhe halten sich die meiste Zeit abseits Deines Hundes auf, so dass Du sie vielleicht nur dann entdeckst, wenn Dein Hund viele Flöhe hat. Für jeden Floh, den Du auf Deinem Hund siehst, gibt es mindestens hundert weitere im Haus! Flöhe halten sich vor allem am Hals, am Kopf und am Schwanzansatz auf. Wenn Du bemerkst, dass Dein Hund an diesen Stellen beißt, kaut oder kratzt, solltest Du zunächst Flöhe ausschließen.

    Ein guter Trick, um festzustellen, ob Flöhe ein Problem sind, ist die Suche nach Flohdreck. Kämme das Fell Deines Hundes auf ein Stück weißes Papiertuch. Wenn Du dunkle Flecken siehst, befeuchte das Papier. Wenn es sich um Schmutz handelt, ändert sich die Farbe nicht, aber wenn es sich um Flohdreck handelt (das ist ihr Kot voller Blut), wird das Gewebe rot.

    Manche Hunde reagieren sehr empfindlich auf Flohbisse, weil sie allergisch auf den Flohspeichel reagieren, so dass sie schon bei einem einzigen Biss Juckreiz bekommen können. Sprich mit Deiner Tierarztpraxis über wirksame Produkte zur Vorbeugung. Möglicherweise musst Du auch Dein Haus behandeln.

    Andere Parasiten, wie Milben, können einen sehr starken Juckreiz verursachen. Die meisten Milben sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, so dass Deine Tierarztpraxis möglicherweise Hautabschabungen vornehmen muss, um eine Diagnose zu stellen.

  2. Atopische Dermatitis

    Diese auch als Atopie bezeichnete Erkrankung ist eine häufige Ursache für Juckreiz bei Hunden. Atopische Dermatitis ist eine Allergie gegen Umweltauslöser wie Pollen, Staub, Hausstaubmilben, Gräser und viele andere Dinge. Viele Hunde mit Atopie sind auf verschiedene Dinge allergisch. Wenn Dein Hund auf Pollen und Pflanzen allergisch ist, kann es sein, dass er sich im Sommer stärker juckt, während andere Allergene das ganze Jahr über Juckreiz verursachen können.

    Einige Hunderassen sind anfälliger für Atopie als andere. Dazu gehören Labradore, Golden Retriever, West Highland White Terrier, Boxer, Bulldoggen, Jack Russell Terrier und Pudel, um nur einige zu nennen.

    Atopie kann schwierig zu diagnostizieren sein, und Deine Tierarztpraxis muss zunächst viele andere Ursachen ausschließen. Sie können Medikamente vorschlagen oder auf bestimmte Allergene testen und Deinen Hund dann desensibilisieren.

  3. Infektion

    Bakterielle Hautinfektionen können bei Deinem Hund Juckreiz verursachen. Es kann eine Art „das Huhn oder das Ei“-Situation sein, da Hunde, die sich viel kratzen, ihre Haut traumatisieren, was zu einer Infektion führen kann, die auf die ursprüngliche Ursache zurückzuführen ist. In einigen Fällen handelt es sich jedoch lediglich um eine Infektion, die durch eine Behandlung mit geeigneten Antibiotika beseitigt werden kann und den Juckreiz stoppt.

  4. Futtermittelunverträglichkeit

    Unerwünschte Reaktionen auf Futtermittel können sowohl Hautkrankheiten als auch Darmprobleme verursachen. Die häufigsten Futtermittelallergien bei Hunden sind Rindfleisch, Huhn, Milchprodukte und Weizen. Deine Tierarztpraxis kann einen speziellen Diätversuch für 8-12 Wochen vorschlagen, wenn der Verdacht besteht, dass eine Futtermittelallergie die Ursache für den Juckreiz Deines Hundes ist.

Denkanstöße

Für jeden Hund mit einem Hautproblem kann die Ernährung einen großen Unterschied machen. Bestimmte Futtermittel sind so beschaffen, dass sie die Gesundheit der Haut unterstützen, und bei Hunden mit Erkrankungen wie Atopie, bei denen die Hautbarriere gestört ist, kann dies einen großen Unterschied ausmachen.

Die genaue Behandlung für den Juckreiz Deines Hundes hängt von der ursprünglichen Ursache ab, aber frage Deine Tierarztpraxis, ob eine Änderung des Futters Deines Hundes ebenfalls helfen könnte. Wenn Du Dich für eine Umstellung entscheidest, denke daran, das neue Futter über fünf bis sieben Tage einzuführen, um eine Magenverstimmung zu vermeiden.

Überprüft von Dr. Hein Meyer, DVM, PhD, Dipl-ECVIM-CA